Lasst uns das Thema Mastering mal ausschließlich aus der heutigen Sicht betrachten. Dann ist heute vor allem wichtig, dass wir eine gewisse Lautheit erreichen. Denn heute geht es erstmal darum zu verhindern, dass Streamingdienste ihre automatischen Limiter etc. dazu verwenden, die Lautheit eurer Songs anzupassen. Auch wenn jetzt manche denken könnten, dass das egal sei, so erzeugt so eine automatische Anpassung meist hörbare Audioartefakte bzw. passt unter Umständen auch absichtlich gewählte ruhige Passagen des Songs an. Das ist also etwas, was man in einer professionellen Produktion ganz sicher vermeiden möchte. Nachdem wir heute unsere Produktionen bei Apple Music, Spotify, Deezer und allen weiteren Streaminganbietern hochladen, lässt sich dieses Thema also nicht ignorieren.
Das Thema Lautheit erhält nochmal eine besondere Bedeutung, wenn es um das Mastering eines Albums geht. Es hat niemand Lust, zwischen den Liedern ständig laut und leise zu drehen, wenn man mal ein Album am Stück hören möchte. Also ist es mehr als sinnvoll, alle Tracks auf die gleiche Lautstärkeebene zu bringen.
Ein weiterer Punkt, der im Mastering von Bedeutung ist, ist die finale Frequenzbearbeitung. Hier geht es um wenige dB, die aber einen großen Unterschied ausmachen können. An dieser Stelle der Bearbeitung wird der Song dazu gebracht, dass er möglichst auf allen Lautsprechern gleich gut klingt. Immerhin will niemand einen Song veröffentlichen, der beispielsweise viel zu starke Bassanteile besitzt, sodass beim späteren anhören der Subwoofer das Zeitliche segnet.
Dazu kommen noch Bearbeitungsschritte im Stereofeld, in der Kompression, der Saturation und natürlich das hinzufügen der Metadaten. Auch das Ausspielen in unterschiedlichen Formaten erfolgt im Mastering. Die Konvertierung in passende Audioauflösungen, sowie die anschließende Fehlerkontrolle sind wichtige Schritte zu professionellen Audiodateien.
Aber es gibt noch eine Sache, die gerne vergessen wird aber einen unschätzbaren Mehrwert mit sich bringt. Das weitere paar Ohren, dass die Produktion kontrolliert.
Mastering bedeutet mehr als einfach nur laut machen.
Die oder der Mastering Engineer sind erfahren und können den Mix neutral beurteilen. Sie sind an der vorhergehenden Produktion nicht beteiligt gewesen, haben daher „freie“ Ohren und können den Mix ohne Vorgeschichte bewerten. Ganz im Gegensatz zu einer Personen die schon lange daran gearbeitet hat. So ein Kontrollhören sorgt evtl. sogar dafür, dass ihr die Bitte erhaltet nochmals Korrekturen im Mix vorzunehmen, sodass das Mastering besser arbeiten kann. Ihr erhaltet dabei also auch noch kostbare Tipps und Tricks. Mastering Engineers sind immer das letzte Kontrollorgan und geben schließlich den letzten Schliff für eine professionelle Produktion.
Wie funktioniert Mastering bei uns in der Praxis und wie ist der Ablauf?
Als Erstes müsst ihr uns natürlich kontaktieren. Das geschieht am besten per Mail. Anschließend vereinbaren wir einen Telefontermin, bei dem wir mit euch besprechen was genau eure Wünsche sind.
Nachdem ihr uns euren Stereo Mix oder vielleicht sogar eure Stems für ein Stem Mastering gesendet habt (am besten über IONOS HiDrive Share, SwissTransfer oder ähnliche Dienste), wird euer Mastering erstellt und euch anschließend zurück gemailt. Solltet ihr noch Veränderungen wünschen, ist das kein Problem, dann setzet wir sie natürlich gerne für euch um.







